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Bürger haften für ihre Politiker

Unsere Regierung ist schon richtig „witzig“: da werden Steuerabkommen mit der Schweiz geschlossen, die etwa so funktionieren: Man bescheißt das Finanzamt, und wenn man erwischt wird, zahlt man ein Drittel der Summe, die man eigentlich hätte zahlen müssen, als Strafe.
Und nun das: Ein Unternehmen will Geld verdienen, viel Geld, mit etwas Risiko. Und das Risiko will es nicht etwa versichern, was durchaus üblich wäre, gegen eine Gebühr, die einen minimalen Teil des Gewinnes aufzehren würde. Nein, das Risiko soll gefälligst der (Strom-)Kunde tragen.
Ich habe in den vergangenen Jahren ja schon manche interessante Variante der Privatisierung der Gewinne und der Sozialisierung der Verluste erlebt, aber DAS setzt dem Ganzen die Krone auf! Und vorgeschlagen wird es von der Partei der Marktwirtschaft, der mit den ehemals 3 Pünktchen …
Karl-W. Koch

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BÜRGER HAFTEN FÜR NUN AUCH FÜR SEEWINDPARKS

AUSBAU REGIONALER WINDKRAFT STÄRKEN – KOSTEN DER ENERGIEWENDE GERECHT
VERTEILEN

Pressemitteilung der Grünen im Römer vom 30. August 2012

Nach dem Beschluss des Bundeskabinetts vom 29.8.2012 werden
Stromverbraucher nun auch für Seewindparks, sogenannte Offshore
Anlagen, haften. Nachdem die privaten Haushalte und der Mittelstand
bereits bei der Ökostrom-Umlage und den Netzentgelten zur Kasse gebeten
werden, soll nun auch die neue Offshore-Umlage auf Kosten der privaten
und kleingewerblichen Stromverbraucher gehen. Dies soll nach Aussage
der Bundesregierung rund 750 Millionen einbringen.

Nach dem ‚Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Neuregelung
energiewirtschaftlicher Vorschriften‘ sollen die Verbraucher künftig
eine Haftungsumlage in Höhe von 0,25 Cent je verbrauchter
Kilowattstunde Strom zahlen. Dies bedeutet für einen Drei-Personen
Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 3500 Kilowattstunden eine
jährliche Belastung von 8,25 Euro im Jahr. Stromgroßverbraucher ab
einem Jahresverbrauch von mehr als einer Million Kilowattstunden werden
jedoch nur mit lediglich 0,05 Cent pro Kilowattstunde herangezogen“,
erläutert Helmut Ulshöfer, umweltpolitischer Sprecher der Grünen im
Römer.

„Die Schwarz-Gelbe Bundesregierung versucht hiermit die Initiative bei
der Energiewende zurück zu erlangen. Der Jubel von Umweltminister
Altmaier und Wirtschaftsminister Rößler ist allerdings völlig fehl am
Platz. Es kann nicht sein, das private und kleingewerbliche Stromkunden
immer stärker zur Kasse gebeten werden und die Industrie weiterhin
verschont bleibt, denn die Kosten für die Energiewende müssen von allen
gemeinsam getragen werden“, fordert Ulshöfer.

„Windkraftanlagen an Land haben bei uns in der Region eine immer
größere Relevanz, da sie viel günstiger sind und keine Stromautobahnen
benötigen. Der städtische Energieversorger Mainova investiert deshalb
ca. 300 Millionen Euro nur in Windkraft an Land. Diese regionalen
Potenziale gilt es noch stärker auszubauen, um somit die Abhängigkeit
von den Großkonzernen einzudämmen“, erklärt Ulshöfer abschließend.

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